Verschleppung und Zwangsheirat im Ausland: Prävention beginnt mit Aufmerksamkeit
- vor 23 Stunden
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Als Nationales Kompetenzzentrum gegen Verschleppung und Familiengewalt beobachten wir mit großer Sorge einen Anstieg von Fällen, in denen hauptsächlich Frauen, Jugendliche und Kinder im Ausland gegen ihren Willen zurückgelassen werden.
Besonders alarmierend: Viele Betroffene standen bereits vor ihrer Reise mit Beratungsstellen, Opferschutzeinrichtungen oder anderen Hilfsangeboten in Österreich in Kontakt. Sie gingen davon aus, lediglich Urlaub zu machen oder Verwandte zu besuchen.
Die Erfahrungen der Betroffenen zeigen deutlich: Fehlende Schutzstrukturen und rechtliche Hürden machen eine Rückkehr oft äußerst schwierig oder sogar unmöglich.
Jede Information, jedes Beratungsgespräch und jede frühzeitige Sensibilisierung kann dazu beitragen, Betroffene vor Verschleppung, Zwangsheirat oder Gewalt zu schützen.
👉 Deshalb unser Appell:
Klient:innen über die Risiken von Verschleppung und Zwangsheirat aktiv informieren
Vor Reisen in Herkunfts- oder Nachbarländer rechtliche Beratung in Anspruch nehmen
Reisedokumente sicher aufbewahren
Auf mögliche Ausreiseverbote aufmerksam machen
Prävention beginnt mit Information. Gemeinsam können wir Betroffene schützen, Risiken frühzeitig erkennen und Menschen stärken, selbstbestimmt und sicher zu leben.
Haben Sie Fragen oder bestehen Unsicherheiten?
Das Nationale Kompetenzzentrum gegen Verschleppung und Familiengewalt unterstützt Sie gerne mit Information, Beratung und Orientierung.

